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Hui....Minimalismus pur!

Nicht zu fassen, aber seit meinem letzten Eintrag in den Blog sind etwas mehr als zwei Monate vergangen. War eigentlich nicht geplant, ist aber doch geschehen. Bin ich darüber entsetzt? Traurig? Schlechtes Gewissen?Nö!!!

Nicht im Geringsten!

Denn seit meiner Erfahrung mit dem Minimalismus-Game hat sich wirklich mehr verändert als ich dachte. 

 

Heute fühle ich mich freier als je zuvor.

 

 Klingt grossartig! Ist es auch. Nachdem ich mich im Januar jeden Tag, mit der Kalenderzahl aufsteigend, von einer Sache mehr getrennt habe, bemerkte ich im Februar wie gut es mir tut, einfach weniger um mich zu haben. Bücher, Kleider, Nippes, Vorräte, so Manches wechselte den Besitzer oder landete in einer Sammelstelle. Eine Freundin meinte im Februar,  meine Wohnung sehe ziemlich leer aus. Stimmt aber nicht!

 

Es gibt einfach weniger Zeugs das auf Tischen und Sofas herum kullert. Der Kleiderschrank ist mir zwar ein bisschen zu gross geworden, ich hoffe sehr es findet sich jemand, der mir einen Teil davon abnimmt. Was mir positiv auffällt: Ich stehe nicht mehr lange vor dem Schrank und habe auch nicht mehr das Gefühl ich hätte nichts anzuziehen. Im Gegenteil: Ein Blick und ich weiss was ich miteinander kombinieren kann. Und schon bin ich draussen bei der Tür! Bei meinen Patienten, im Wald oder auf einer Reise!

 

Das Packen für meinen 5-Tage-Trip nach Spanien war auch ein Kinderspiel: Madrid, Segovia, Salamanca und Toledo mit Übernachtungen in einem stylischen Hotel in Madrid, in einem Kloster in Salamanca und in einem Palazzo in Toledo und das alles nur mit einer Jeans und einem paar guter Turnschuhe. Wow! Wer hätte das gedacht! 

 

Mein Koffer war leicht und hatte noch viel Platz für eine Shopping Tour. Aber siehe da, es gab nichts, das mir so wichtig war, um es mitzunehmen. Ausser natürlich die wunderbaren Eindrücke. Die herrlichen Kathedralen, Paläste und Plaza Mayores von Kastilien. Die lebhafte Sprache der Spanier, die grossen braunen Augen der Spanierinnen. Der nussig-aromatische Geschmack des Jamon Iberico, dem fantastischen Schinken aus der La Mancha! 

 

Weniger haben und weniger tun, irgendwie hat es "Klick" gemacht und ich habe mir eine kleine Ruhephase gegönnt, mit dem Bloggen. Sich trauen, sich nicht immer selbst vor sich hertreiben, darum geht es schliesslich im Leben. Oder nicht?

 

Meine Patienten klagen oft über die unzähligen Aufgaben die sie zu erfüllen haben. Im Job, zu Hause, in der Freizeit. So mancher rennt sein ganzes Leben von einer Aufgabe zur anderen und kommt erst dann zur Ruhe, wenn es aus gesundheitlichen Gründen einfach nicht mehr weiter geht. Mein Tipp:

 

Überlege Dir was Du wirklich brauchst zum Leben und zum Glücklich sein

und versuche eine Woche lang, dich jeden Tag von mindestens einem Ding zu trennen. 

 

Du wirst sehen, es ist ganz einfach loszulassen. Du musst dir nur die richtigen Fragen stellen. Vielleicht ist dieses kleine Experiment auch für dich der erste Schritt zu einem Leben mit mehr Inhalt durch weniger Zeugs!

 

Während ich auf die Töpfe voller Narzissen auf meinem Balkon blicke, mich über die Triebe meiner Rosenstöcke freue und dem fröhlichen Gezwitscher der Spatzen in den Baumkronen vor meinem Haus lausche überkommt mich ein leises Glücksgefühl: Es braucht so wenig um mein Herz zum Singen zu bringen! 

 

Viel Glück!

 

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